Historie

Bild Der Wahlkreis 2 in dessen Grenzen unser CDU-Ortsverband existiert, ist in seinen heutigen Grenzen noch nicht alt. Als nach der Wiedervereinigung der Stadt das, durch die hinzugekommenen Ost-Berliner Abgeordneten, nun übergroße Abgeordnetenhaus verkleinert werden musste, wurden alle Wahlkreise neu zugeschnitten. Der Wahlkreis 2 – Südende, in den Grenzen von 2001, ist hervorgegangen aus dem vorherigen Wahlkreis Südende und der Hälfte des Wahlkreises Lauenburger Platz. Dementsprechend ist auch die Siedlungsstruktur historisch jeweils anders gewachsen. Im Gebiet entlang der Wannseebahn (S 1) ist die Besiedlung mit dem Anwachsen des historischen Steglitz erfolgt. Steglitz wurde als Dorf zuerst 1242 in einer Schenkungsurkunde eines Heinrich von Stegelitz urkundlich erwähnt. Es nahm eine stetige Entwicklung durch seine geographische Lage zwischen Berlin und Potsdam. Besonderer Motor der Entwicklung war der Bau von Eisenbahnen. Die erste Eisenbahn Preußens, die zweite Deutschlands, verlief ab 1837 zwischen Berlin und Potsdam durch Steglitz (heute S1).

Der erste Zwischenhalt war der heutige S-Bhf Rathaus Steglitz. Dies begründete die rasante Entwicklung vom kleinen Dorf zum heutigen Großbezirk Steglitz- Zehlendorf mit mittlerweile 290 000 Einwohnern. Die im 19. Jahrhundert rasch anwachsende Bevölkerungszahl führte einem wachsenden Wohnungsbedarf, der staatlicher Planung bedurfte. Dementsprechend entstand 1859-1862 der Hobrecht-Plan als erster Bebauungsplan für Berlin, der ein Straßennetz für das Damalige Berlin und seine Umgebung, zu der auch das damalige Steglitz zählte, enthielt. Nach diesem Plan entwickelte sich auch Steglitz. Jenseits der S-Bahn, etwas abseits des historischen Steglitz um die Reichsstraße 1 Aachen – Königsberg (heute Bundesstraße 1, Schloßstr.) entstand die Kolonie Neu- Steglitz, welche 1870 mit dem Dorf Steglitz zur Landgemeinde Steglitz im Landkreis Teltow zusammengelegt wurde. Das Gebiet entlang der S-Bahn wurde in den folgenden Jahren bis 1914 mit den 3 bis 4- stockigen Mietshäusern bebaut, welche weite Teile von Neu- Steglitz noch heute Prägen. Zudem wurde eine kleine Villengegend hinter der Breite Straße und der Stadtpark errichtet. Der Teltowkanal wurde gebaut, der heute die Südgrenze unseres Wahlkreises bildet.

BildIm Gebiet um den S- Bahnhof Südende ist die Besiedelung aus der historischen Villenkolonie Südende hervorgegangen. Das Gebiet des Ortsteiles Südende, lag ursprünglich in der Gemarkung Mariendorf. Südende wurde in den 1870’er Jahren von der Aktienterraingesellschaft Südende entlang der Anhalter Bahn (S-Bhf. Südende) bis hin zur Dresdener Bahn (S-Bhf. Attilastr.) entwickelt und am 19.07. 1873 amtlich gegründet. In den folgenden Jahren entwickelte sich eine reine Villenkolonie, die 1919 vor der Eingemeindung in die Stadt Berlin etwa 3 700 Einwohner zählte. 1920 wurde die Landgemeinde Steglitz und auch die Villenkolonie der Stadt Berlin eingemeindet und es entstand der Bezirk Steglitz, untergliedert in die Ortsteile Steglitz, Lankwitz und Lichterfelde. Der Verwaltungsbezirk Steglitz umfasst mit den historischen Ortsteilen Neu- Steglitz und der Villenkolonie Südende das gesamte Gebiet unseres heutigen Wahlkreises. In der Weimarer Zeit entstanden durch die staatliche Wohnungsbauförderung zahlreiche 3 bis 4 stockige Mietshäuser entlang des Steglitzer Dammes. Darunter ist vor allem die sog. Feuer- und rauchlose Siedlung hervorzuheben. Im 2. Weltkrieg wurde etwa die Hälfte der Bebauung zerstört. Im Zuge des Wiederaufbaus, der sich zuweilen sehr funktional gestaltete, verlor Südende weitgehend seinen Charakter als reine Villenkolonie. Nach einem Beschluss des SPD/CDU – Koalitionsausschusses von 1997 und einem neuen Modell von 1998 wurden die Berliner Bezirke durch Zusammenlegung von 23 auf 12 Bezirke reduziert. Dadurch wurde aus Steglitz 2001 der neue Großbezirk Steglitz- Zehlendorf, der gleichzeitig den Bundestagswahlkreis 80 bildet. Südende ist einer von insgesamt sieben Abgeordnetenhaus-Wahlkreisen in Steglitz- Zehlendorf. Die starke Beschneidung der Eigenständigkeit der Kommunen durch die Eingemeindung von 1920 ließ sich nur durch eine gemeindeähnliche Stellung der Bezirke rechtfertigen. Daher wird, obwohl wir Teil der Gemeinde Berlin sind, die Kommunalpolitik auf Bezirksebene von Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung gestaltet. Wie stark Südende dort vertreten ist, hängt von den Wahllisten der Parteien im Bezirk sowie vom Engagement der Bürger in diesen ab.

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